JoJo Effekt - bei Gewichtsreduktion - warum gibt es ihn und wie kann man ihn vermeiden?

JoJo Effekt, was ist das?
Während einer Reduktionsdiät greift der Organismus auf seine Energiereserven zurück. Dabei mobilisiert er zuerst die schnell verfügbaren Kohlenhydrat- und Eiweißdepots. Erst wenn die Kohlenhydratreserven aufgebraucht sind, werden die Fettpolster angegriffen.


Der Abbau von Eiweiß schreitet aber fort, so dass bei einer stark energiereduzierten Diät viel Körpereiweiß verloren geht. Wenn der Betreffende nicht gleichzeitig sportlich aktiv ist, wird auch Muskeleiweiß abgebaut. Durch den Verlust an Muskelmasse sinkt der Grundumsatz.

Das heißt, der Körper benötigt jetzt weniger Energie, um all seine Funktionen aufrecht zu halten. Er läuft sozusagen auf "Sparflamme", so dass für eine ausgewogene Energiebilanz weniger Nahrung als vor der Reduktionsdiät benötigt wird. Nach der Reduktionsdiät füllt der Körper seine Fettdepots so schnell wie möglich wieder auf.

Der Energiebedarf bleibt aber so lange gesenkt, bis das Muskeleiweiß wieder aufgefüllt ist. Wer anschließend wieder genauso viel isst wie vor der Diät, nimmt dann oft sogar über das Ausgangsgewicht hinaus zu. Es entsteht der Rhythmus: hungern - abnehmen - normal essen - zunehmen.

In der Evolution des Menschen war dieser Mechanismus eine wichtige Überlebensfunktion, denn Fett ist der Hauptenergiespeicher des Körpers. Damit waren unsere Vorfahren gegen weitere Hungerperioden besser gewappnet.
Eine klassische Abnehmdiät bedeutet für unseren Körper daher nichts anderes als eine "künstliche Hungersnot".
Quelle: Dipl. oec. troph Wiebke Franz; cand. oec. troph. Alena Schuster

Gesundheitliche Risiken des Jojo-Effekts:

Rauf runter, rauf runter: Ständige Gewichtsschwankungen schlagen aufs Gemüt. Aber: Der Jojo-Effekt wirkt sich auch negativ auf unsere Gesundheit aus.

Eine Studie der Brown University aus dem Jahr 2016 konnte zeigen, dass besonders unser Herz- und Kreislaufsystem betroffen sein kann. So ist das Risiko an Herzleiden zu erkranken bei Frauen, die nach einer Diät ihr Gewicht wieder dazugewonnen haben, deutlich höher als bei Frauen, die ihr Gewicht halten konnten.

Als Begründung geben die Forscher an, dass im Bauchfett Entzündungsstoffe produziert werden, die unsere Blutgefäße schädigen und sich deshalb negativ auf unser Herz-Kreislauf-System auswirken. Nehmen wir nach einer Diät also wieder schnell an Bauchfett zu, werden mehr Entzündungsstoffe produziert.

Auch eine Studie aus Korea konnte beweisen, dass der Jojo-Effekt ungesund ist. Demnach haben Patienten mit hohen Gewichtsschwankungen ein erhöhtes Sterberisiko, außerdem ist ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko um fast 50 Prozent erhöht.

Also vielleicht besser gar nicht erst abnehmen, damit der Jojo-Effekt nicht einsetzt? Nein, das ist natürlich auch der falsche Weg. Starkes Übergewicht ist noch gefährlicher.

Das Fazit lautet:
Durch gesunde Ernährung in Kombination mit Sport bewusst abnehmen.
Und: Gewohnheitsumstellung statt Crash-Diät.

Wie kann man den Jojo Effekt vermeiden?

Bewegt sich die tägliche Kalorienzufuhr für längere Zeit massiv unter dem eigentlichen Kalorienbedarf oder vielleicht sogar unter dem benötigten Grundumsatz, schaltet der Körper in den sogenannten “Sparmodus”.

Ist dieser Notzustand erreicht, schaltet der Stoffwechsel zurück. Deshalb wer abnehmen will sollte seinen täglichen Kalorienbedarf kennen und nicht zu wenige Kalorien zu sich nehmen, dabei hilft unser Slimshake, dass der Körper weiterhin versorgt wird jedoch der Stoffwechsel nicht irritiert wird.

Wie wird der Grundumsatz ermittelt?
Nicht ganz einfach, aber wer das zunächst mal ansatzweise wissen will, muss ein bisschen Kopfrechnen.

Die einfachste Methode ist folgende Faustregel:

Grundumsatz = 1 kcal pro kg Gewicht pro Stunde.

Beispiel für eine 70 kg schwere Person: 70 x 24 = 1680 kcal Grundumsatz pro Tag. Es gibt noch exaktere Berechnungen, die auf Geschlecht und körperliche Tätigkeit Rücksicht nimmt.

Jedoch für den täglichen Gebrauch ist diese Formel ausreichend um einmal die Basis zu ermitteln.